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Warum liegen Hunde gern in der Sonne? Aus der Sicht eines Hundes

Geschrieben von Adaptil, veröffentlicht am 27 Juni 2022

Als Hund lege ich mich gern in die Sonne - das warme Plätzchen in der Sonne ist herrlich angenehm und entspannt mich. Entdecke ich Sonnenstrahlen, die durch das Fenster auf den Boden scheinen, dann bin ich dort zu finden! 

Hund und Sonne: Mir gibt das ein gutes Gefühl!  Aber es gibt noch andere wichtige Dinge, die gut für mein Wohlbefinden sind, wenn ich in der Sonne liege: 

  • Hunde müssen ihre Körpertemperatur bei 38,6 Grad Celsius (101,5 Grad Fahrenheit) halten, und das tun wir normalerweise, indem wir uns bewegen, wenn uns zu kalt wird. Ein Sonnenbad kann uns helfen, unsere Temperatur zu halten, ohne Energie zu verschwenden. 
  • Wusstet ihr, dass ein gesunder Tag- und Nacht-Rhythmus gut für unsere Gesundheit ist? Der Tag-Nacht-Zyklus steuert die Gehirnwellenaktivität, die Hormonproduktion, die Zellregeneration und viele andere biologische und biochemische Aktivitäten. Genau wie Menschen können auch Hunde von der Sonne profitieren, solange die Sonneneinstrahlung kontrolliert wird. 
  • Ich bin fast 8 Jahre alt (umgerechnet sind das 55 Jahre!) und bekomme langsam schmerzende Gelenke, aber als Hund lege ich mich gern in die Sonne und fühle ich mich so wohl. Mein Mensch sorgt auch dafür, dass ich jeden Tag spazieren gehe, was ebenfalls dazu beiträgt, dass ich fit bleibe und meine Gelenke stabil bleiben. 
  • Ich liebe Strandtage – es ist so aufregend im Meer zu schwimmen. Danach ist es zwar kalt und nass, was nicht wirklich Spaß macht. Aber wenn ich nach einem schönen Bad in der Sonne liege, fühle ich mich warm, kuschelig und entspannt.
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Worauf du bei Hitze achten solltest

Ohne es zu merken, können Hunde zu viel Sonne bekommen. Deshalb verlassen wir uns darauf, dass der Mensch bei schönem und sonnigem Wetter auf Folgendes achtet: 

Sonnenbrand 

Genau wie Menschen können auch Hunde dehydrieren, überhitzen und einen Sonnenbrand bekommen! Das passiert vor allem bei Hunden mit sehr kurzem Fell wie Dalmatiner und Vizsla sowie natürlich Rassen mit wenig Haar, so dass sie sehr vorsichtig sein und sich nur sehr kurz in die Sonne legen sollten. 

Die Stellen an meinem Körper, die mein Mensch besonders pflegt und die der Sonne am meisten ausgesetzt sind, sind:

  • meine Schnauze  
  • Spitzen meiner Ohren  
  • der Bereich um meine Lippen, Leistengegend und die Innenseiten meiner Oberschenkel

und überall sonst an meinem Körper, wo ich nur leicht pigmentiert bin. Mein Mensch kauft speziellen Sonnenschutz für Hunde, achtet aber darauf, dass er nicht in meine Augen kommt - autsch, das würde wehtun! Sie behält mich auch eine Weile im Auge, um sicherzugehen, dass ich die Creme nicht ablecke - als ob ich das tun würde!  Sie achtet auch darauf, dass die Creme kein Zinkoxid enthält, das für uns Hunde giftig ist. 

Atembeschwerden vermeiden  

Der Hund, der uns manchmal beim Spazierengehen begleitet, ist eine Bulldogge und hat eine kurze Nase. Leider verträgt er die Hitze nicht gut.  Wird ihm zu heiß, hat er Schwierigkeiten, Luft zu bekommen. Hunderassen mit einer kurzen Nase, z. B. Mops, Boston Terrier, Shih Tzu, Chow Chow, Mastiff, Boxer oder Pekinesen sollten nicht der heißen Sonne ausgesetzt werden und nur in den frühen Morgenstunden oder am Abend mit auf einen Spaziergang genommen werden, wenn es kühler ist. 

Dehydrieren – Immer genug trinken 

Obwohl ich eine ganze Weile in der Sonne dösen kann, passt mein Mensch auf mich auf und achtet darauf, dass ich es nicht übertreibe und einen schattigen Platz aufsuche. 

Es wird auch dafür gesorgt, dass ich genügend Wasser bekomme, damit ich nicht dehydriere. Wenn wir in den Sommermonaten spazieren gehen, nimmt sie sogar eine Flasche Wasser und einen Napf mit, damit ich ausreichend Flüssigkeit zu mir nehme.  

Wir vermeiden es, in der Mittagshitze raus zu gehen und sie lässt mich an einem heißen (oder sogar warmen) Tag nie im Auto sitzen. Wir alle wissen, wie gefährlich das für uns Hunde sein kann! 

shutterstock_1807253815-crop-min-minDie Gefahr des Hitzeschlags 

Wird Hunden zu heiß, können sie ihre Temperatur nicht auf natürliche Weise senken und das kann gefährlich werden. Zu viel Hitze kann zu Organversagen oder Krampfanfällen führen - es ist sogar schon vorgekommen, dass Hunde an einem Hitzschlag gestorben sind - und das macht mich traurig. 

Besonders gefährdet sind übergewichtige, junge, ältere, flachgesichtige, riesengroße und dickfellige Hunde, die schon beim bloßen Sitzen in der Hitze einen Hitzschlag bekommen können.  

Deshalb ist es wichtig, jedes Anzeichen eines Hitzschlags ernst zu nehmen, wie Hecheln, Sabbern, hochrotes Zahnfleisch oder Erbrechen/Durchfall.  Wenn du eines dieser Anzeichen bemerken, musst der Mensch sofort den Tierarzt aufsuchen oder den Notarzt rufen. 

Wir wissen, wann wir genug Sonne getankt haben 

Hunde wissen instinktiv wie gut die Sonne ihnen tut. Trotzdem weiß ich, wann ich genug habe, und selbst wenn ich mein Nickerchen genieße, stehe ich auf und gehe an einen schattigen Ort, um mich dort abzukühlen. Oft lege ich mich dann auf die kühlen Fliesen des Küchenbodens. 

shutterstock_340568246-crop-min-minWenn euch Menschen zu kalt ist, tragt ihr einen Mantel oder einen Pullover. Ist euch zu heiß, schwitzt ihr das über euren Körper aus. Wir Hunde schwitzen nicht und haben andere Möglichkeiten, uns kühl zu halten. Euch ist sicherlich aufgefallen, dass wir hecheln, wenn wir schwitzen und uns dadurch abkühlen. Wir können auch über unsere Pfotenballen und durch unsere Nase Wärme abgeben! 

Nach einem langen Winter freuen sich Menschen und Hunde gleichermaßen über die Sonne, sie macht uns glücklich, und wir sollten sie so oft wie möglich nutzen - natürlich mit Vorsicht.

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