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Tierheim Hund adoptieren | Vorüberlegungen & Eingewöhnung

Schön, dass du einen Tierheim Hund adoptieren möchtest oder bereits adoptiert hast. Die wichtigsten Tipps für eine glückliche Adoption aus dem Tierheim haben in Zusammenarbeit mit Tierheimen aus NRW & Tierärzten für dich zusammen gefasst. 

Tierheim Hund adoptieren: Die Vorüberlegungen

Die Adoption eines Tierheim Hundes sollte gut überlegt sein - jede Rückgabe ins Tierheim senkt für den Hund die Chance auf ein glückliches Zuhause für immer. 

1. Spreche mit dem vermittelnden Tierheim sehr genau über deine Vorstellungen und lasse dich beraten!

  • Lasse dich nicht nur vom Gefühl verleiten.
  • Suche dir einen Hund aus, der zu dir passt (ruhig, sportlich, aktiv, kann zeitweise alleine bleiben, kann Auto fahren, etc.)
  • Ältere Hunde sind z.B. tolle Begleiter, wenn die neue Familie einen eher ruhigen Hund sucht. 
  • Überlege dir, welcher Hund am besten in deinem Alltag zurechtkommen wird (z.B. sensibler Hund vs. Großfamilie mit Kleinkindern)
  • Je weniger Erfahrung du mit Hunden hast, desto "einfacher" sollte der Hund zu erziehen sein.

2. Kläre vorab ab, ob ein Hund in deinem Umfeld erlaubt ist

  • Vermieter
  • Arbeitgeber
  • Familienmitglieder
  • Lasse im Zweifel Familienmitglieder auf eine Hundehaar-Allergie testen

3.  Wer kümmert sich um den Hund, wenn du einmal krank oder abwesend bist?

Spreche jetzt schon Freunde und Familie an und informiere dich über gute Hundepensionen vor Ort.

4. Kannst du die Kosten dauerhaft über 10 - 15 Jahre tragen?

Es entstehen für einen Hund mehr Kosten, die getragen werden müssen, als die meisten Neuhundebesitzer vermuten. Kannst du dir das leisten?

  • Vermittlungsgebühr
  • Futter 
  • Gesundheit (regelmäßiger Check-up beim Tierarzt, Entwurmungen, Impfungen, ggf. Medikamente bei Erkrankungen oder Operationen)
  • Pflege (Zahnpflege, Fellreinigung/pflege, ggf. Hundefriseur)
  • Ausstattung (Hundebox, Hundekorb, Leine(n), Geschirr, Spielzeug)
  • Hundeschule
  • Haftpflichtversicherung für Hunde
  • Steuern 

Tierheim Hund entspannt eingewöhnen

Adoptieren mit viel Ruhe, Schlaf und Geduld

Der erste Tag im neuen Leben deines Hundes ist aufregend.

  • Lasse deinen Hund in Ruhe ankommen.
  • Besucher & Freunde, die den neuen Hund sehen möchten, sollten auf später vertröstet werden.
  • Das Leben im Tierheim ist oft laut und trubelig, es kann sein, dass dein Hund aus Erschöpfung die ersten Tage komplett verschläft.
  • Wenn andere Hunde schon im Haus sind, gib dem Neuankömmling Zeit alleine anzukommen und sich erst einmal auszuschlafen.
  • Auch die Beziehung zu seiner neuen Familie muss erst langsam aufgebaut werden - lasse ihm die Zeit, von selbst Kontakt aufzunehmen. Setze dich mit Abstand zu ihm auf den Boden und biete ihm Kontakt an. So fühlt er sich nicht bedrängt.
  • Erkläre ggf. deinen Kindern, dass der neue Hund nicht direkt gekuschelt werden möchte, sondern ein bisschen Zeit braucht, sich an seine neue Familie zu gewöhnen. 

Was tun, wenn sich der Hund anders verhält, als erwartet?

Tierheim Hunde sind, wenn man erstmal ihr Herz gewonnen hat, unendlich dankbar für diese zweite Chance.  Trotzdem kann die anfängliche Eingewöhnungsphase schwieriger sein, als erwartet. Einer Studie* zufolge sind 89,7% der Rückgaben von Tierheimhunden verhaltensbedingt. (Wells/ Heppner, 2000)

Als Neubesitzer darfst du gerade in der ersten Zeit keine Wunder erwarten - dein Hund verhält sich nicht undankbar, er muss sich erst an die Veränderungen gewöhnen.

Im Tierheim / der Auffangstation hatte dein Hund Bezugspersonen, die nciht ständig für ihn da sein konnten. Er lebte wahrscheinlich mit anderen Hunden im Zwinger und nicht in einem häuslichen Umfeld und im schlimmsten Fall hat er auch schon schlechte Erfahrungen in seinem Leben gemacht. Es braucht Zeit, Liebe und Geduld, um dieses Leben aus den Hunden herauszustreicheln. 

Mutter und sohn kuscheln Hund

Verhaltensweisen, die in der ersten Zeit auftreten können und ein Zeichen für Anpassungsschwierigkeiten sein können, sind z.B.

  • Probleme mit der Stubenreinheit
  • Appetitlosigkeit oder Erbrechen
  • häufiges Verstecken
  • viel oder sehr wenig Schlaf
  • ständiges Bellen
  • Angst
  • aggressives Verhalten (z.B. Futterneid, oder sich bedrängt fühlen)
  • Unruhe (ständiger Bewegungsdrang, Umherlaufen)
  • andauerndes Pfotenlecken
  • Stereotypien, wie z.B. im Kreis laufen oder den Schwanz jagen
  • Angst alleine zu bleiben
  • Angst (Erbrechen) beim Autofahren

Sprich mit deinem Tierheim - dort kennt man deinen neuen Hund am besten und kann dir helfen, mit dem Verhalten richtig umzugehen.

Reduziere den Stress für deinen Hund frühzeitig: Wir empfehlen bereits bei der Abholung aus dem Tierheim das ADAPTIL CALM Halsband anzulegen. 

Entspannter Eingewöhnen mit dem ADAPTIL Calm Halsband

ADAPTIL ist eine Nachbildung des natürlichen Beruhigungspheromons, das von der Mutterhündin gebildet wird, um ihren Welpen ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit zu geben. In 3 verschiedenen unabhängigen Tierheimstudien konnte nachgewiesen werden, dass ADAPTIL deinem Hund helfen kann, sich schneller und besser im neuen Zuhause einzugewöhnen. 

 


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