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Hund jagt Katze - so kannst du es ihm abgewöhnen!

Geschrieben von Adaptil, veröffentlicht am 12 Juli 2021

Dass Hunde und Katzen ihre Differenzen haben, ist nichts Neues. Nicht umsonst hat sich das Sprichwort „wie Hund und Katz“ in unserem Sprachgebrauch etabliert. Die Verfolgungsjagd zwischen Hund und Katze kann allerdings ein böses Ende für beide Seiten nehmen, deshalb solltest du deinem Hund schnellstmöglich abgewöhnen, (deine) Katze(n) zu jagen.

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Hund jagt Katze | Das ist der Grund

Du denkst, dass dein Hund niemals mit Katzen klarkommen wird, weil er sie die ganze Zeit jagt? Auf den ersten Blick kann es durchaus so wirken, aber auch ein Hund mit Jagdverhalten kann lernen, Katzen in seiner Umgebung zu akzeptieren.

Bevor wir das Problem anpacken, sollten wir die Ursache für das Verhalten des Hundes kennen. Den Jagdinstinkt hat dein Vierbeiner von seinem wilden Vorfahren, dem Wolf, geerbt. Heutzutage unterscheidet sich das Jagdverhalten von Hunden sehr. Bei manchen ist es stark ausgeprägt, bei anderen wenig bis gar nicht.

Der Jagdinstinkt ist die Ursache dafür, dass dein Hund durch die plötzlichen, schnellen Bewegungen der flüchtenden Katze dazu animiert wird, ihr hinterherzujagen. Übrigens haben auch Katzen diesen Instinkt. Das kannst du z.B. beobachten, wenn sie eine Maus oder ihr Spielzeug jagen.

Bei den ersten Zusammentreffen mit Katzen lernt dein Hund sehr schnell, dass die Katze (fast) immer flüchten wird. Schon wenn er eine Katze sieht, wird bei ihm deshalb eine positive Aufregung ausgelöst - denn er weiß ja, was gleich passieren wird. Viele Hunde provozieren die Jagd regelrecht, indem sie Katzen (oder auch Vögel) anbellen und sie damit aufscheuchen.

Hund und Katze

Jagd dein Hund deine Katze Zuhause, ist das ein Anzeichen, dass er die Katze noch nicht als Mitglied eures Rudels ansieht. Und auch wenn dein Vierbeiner beim Jagen erstmal keine bösen Absichten hat, kann es durchaus passieren, dass er deine Katze verletzt (oder aber deine Katze den Spieß umdreht, und deinem Hund mal zeigt, wo der Haken hängt).
Deswegen ist es wichtig, dass dein Hund lernt, sein Jagdverhalten zu kontrollieren und deine Katze als Teil des Rudels anerkennt.

Kannst du nicht unterscheiden, ob deine Haustiere wirklich Konflikte austragen oder nur miteinander spielen? In diesem Blogartikel erklären wir nochmal genau, warum es zwischen Hund und Katze häufig Probleme gibt und wie du Konflikte vermeiden kannst: Hund und Katze, Kampf oder Spiel? So kannst du es erkennen >>

Hund jagt Katze | Das kannst du dagegen tun

Möchtest du deinem Hund abgewöhnen, deine Katze zu jagen, kannst du folgendes tun:

Die Rangordnung muss klar sein

Dein Hund jagt die Katze, weil er sie nicht als Teil seines Rudels ansieht und um das zu ändern, solltest du deinem Vierbeiner vermitteln, dass die Katze in eurem Zuhause einen Rang über dem Hund steht (für dich stehen beide Haustiere natürlich auf dem gleichen Platz, da du beide gleich lieb hast 😉). Wenn du nach Hause kommst, begrüße deine Katze vor deinem Hund, füttere die Katze vor dem Hund und auch beim Leckerli verteilen kommt deine Katze vor dem Hund dran. Achte aber darauf, dass sich dein Hund nicht vernachlässigt fühlt und „neidisch“ wird - sonst herrscht bald wirklich dicke Luft Zuhause...

Desinteresse belohnen

Jagt dein Hund Katzen nicht nur Zuhause, sondern auch unterwegs? Trainiere das Kommando „Nein“, „Stopp“ oder „Lass es“ mit deinem Hund, bis er es sicher beherrscht. Dazu kannst du z.B. ein Leckerli in jede Hand nehmen. Zeige deinem Hund ein Leckerli und verstecke das andere in der verschlossenen Hand. Vermutlich wird dein Hund versuchen, das Leckerli zu bekommen. Sobald er es versucht, sagst du das ausgewählte Kommando und ignorierst deinen Hund bei seinen Bemühungen, das Leckerli von dir zu bekommen. Wenn er sich beruhigt hat, belohnst du ihn mit dem Leckerli aus der anderen Hand. Die Unterscheidung der Leckerlis ist dabei wichtig, da er sonst lernen würde, dass er das zuvor verbotene Leckerli bekommt.

Sieht dein Hund unterwegs eine Katze, benutzt du sofort das ausgewählte Kommando. Lenke seine Aufmerksamkeit von der Katze ab und belohne ihn, wenn er sich der Katze zuwendet und dir Aufmerksamkeit schenkt.

Manche Hundetrainier, wie z.B. Martin Rütter, geben außerdem den Tipp, eine Sprühflasche mit Wasser mitzunehmen. Sobald dein Hund einer Katze hinterherjagen will, nutzt du dein Kommando „Nein“/„Stopp“/„Lass es“ und sprühst ihm in den Nacken. Das lenkt deinen Hund von der Katze ab und durchbricht die positive, aufregende Erfahrung, die dein Hund beim Jagen macht, ohne ihm zu schaden. Hat er verinnerlicht, dass Katzen gar nicht so spannend sind, kannst du die Flasche natürlich wieder Zuhause lassen.

Frühzeitig zusammenführen

Hunde, die mit Katzen aufwachsen, jagen ihnen nur in den wenigsten Fällen hinterher, da sie Katzen als Teil des Rudels bzw. der Familie kennengelernt haben. Bei der Auswahl der Vierbeiner solltest du darauf achten, dass die Persönlichkeiten zusammenpassen, es heißt immerhin nicht umsonst „Gleich und Gleich gesellt sich gern“.

  • Lass die Tiere die ersten Tage räumlich getrennt, damit sie sich an die Umgebung gewöhnen können.
  • Über benutzte Decken oder Spielzeug kannst du Gerüche austauschen, so gewöhnen sie sich schon mal an die Präsenz des anderen.
  • Für die erste Annäherung reicht Sichtkontakt. Ein Babygitter hilft, die beiden noch voneinander getrennt zu halten (außerdem kannst du so schon mal schauen, wie sie aufeinander reagieren, ohne dass sie übereinander herfallen).
  • Dann können die beiden das erste Mal zusammen in einen Raum. Das darf nur unter Aufsicht passieren, damit du zur Not eingreifen kannst. Lass deinen Hund an der Leine und sorge dafür, dass er Abstand hält. Du kannst beide mit Leckerlis oder Spielzeug voneinander ablenken. Es geht erstmal darum, im selben Raum zu sein, ohne das andere Tier als Bedrohung zu empfinden. Diesen Prozess wiederholst du einige Male, bis du der Meinung bist, dass sich die Tiere ohne Probleme in demselben Raum aufhalten können (natürlich nur unter Aufsicht!).
  • Die ersten Treffen sollten kurzgehalten werden und Schritt für Schritt verlängerst du ihre gemeinsame Zeit. Wenn du merkst, dass eines der Tiere unruhig wird, wäre es am besten, sie zu trennen und es ein andermal wieder zu versuchen.

Rückzugsorte für Katze(n) einrichten

Damit es gar nicht zu gefährlichen Situationen und zu übermäßigem Stress kommt, kannst du deine Wohnung bzw. dein Haus Hunde- und katzengerecht einrichten. Die einfachste Methode ist dabei, höher gelegene Rückzugsmöglichkeiten für deine Katze(n) einzurichten, die der Hund nicht erreichen kann. Dafür eigenen sich:

  • Regale
  • Schränke
  • Hohe Kratzbäume
  • Catwalks

So stellst du sicher, dass deine Katze sich schnell aus dem Staub machen kann, wenn dein Hund sie doch jagen sollte. Außerdem vereinfachst du durch die räumliche Aufteilung (oben/unten) das Zusammenleben. Hund und Katze können sich aus dem Weg gehen und Katzen halten sich sowieso lieber an höher gelegenen Orten auf – Win/Win für beide.

Falls du den Platz hast, kannst du auch einen ganzen Raum nur für deine Katze reservieren. Ein Hundeschutzgitter mit Katzenklappe ist schnell angebracht und erlaubt nur deiner Katze den Zugang zu ihrem Zimmer. An diesem Rückzugsort kannst du ihr Futter, ihre Toilette und ihren Schlafplatz einrichten. Denk aber dran, dass die Toilette immer etwas abseitsstehen sollte. Niemand geht gern neben Esstisch oder Bett aufs Klo…

Auch wenn du keine räumliche Trennung für Hund und Katze gewährleisten kannst, sollten die Ressourcen (Futternäpfe, Trinknäpfe, Schlafplätze, Toiletten) von deinen Haustieren nicht nebeneinander platziert werden. So beugst du Revierverhalten vor und kannst auch verhindern, dass dein Hund deine Katze jagt.

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