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Ängstlicher Hund? Das kannst du tun!

Geschrieben von Adaptil, veröffentlicht am 14 März 2022

Was geht im Kopf eines ängstlichen Hundes vor? Warum reagiert er so, wie er reagiert? Alles über die Ursachen der Angst und wie du deinem Vierbeiner dabei hilfst, mit ihr umzugehen, erfährst du hier von Frauke Loup von der Hundeakademie:

Während der Mischlingsrüde Hank ein Draufgänger ist, der vor nahezu nichts zurückschreckt, zeigt sich die Hündin Lani in vielen Situationen ängstlich. Ganz gleich, ob laute Geräusche, unbekannte Menschen, fremde Untergründe – all das verunsichert sie. Sie duckt sich ab, sie macht sich kleiner, sie wendet den Blick ab und hat die Ohren angelegt. Sie geht langsamer oder will sogar umdrehen, um der potentiellen Gefahr auszuweichen.

Was können die Ursachen für einen ängstlichen Hund sein?

Genetik

Die Genetik spielt eine Rolle und trägt dazu bei, dass sich manche Hunde leichter verunsichern lassen als andere. Bei einigen Straßenhunden hat sich die Vorsicht gegenüber Menschen über Jahre oder Jahrzehnte bewährt und dies hat sich im Laufe der Zeit hinweg genetisch verankert.

Bestimmte Rassen neigen eher zur Geräuschempfindlichkeit als andere, hierzu gehören teilweise Hütehunde, wie beispielsweise Australian Shepherd oder Border Collie.

Entwicklungsphasen

Ein Welpe, der in einer sehr reizarmen und eintönigen Umwelt aufwächst, hat für sein ganzes weiteres Leben ein strukturelles Defizit im Gehirn. Ein Hund, der im Welpenalter sehr wenig erlebt hat, tut sich daher manchmal als erwachsener Hund im Umgang mit Reizen deutlich schwerer. 

Ängstlicher Hund versteckt sich

Eine zweite äußerst sensible Entwicklungsphase des Hundes ist die Pubertät, die je nach Hundetyp in unterschiedlichem Alter durchlaufen wird. Neben körperlichen finden auch psychische Reifungsvorgänge statt. Selbst aufgeschlossene und robuste Hunde können sich auf einmal sehr sensibel zeigen und empfindlich auf Neues reagieren, seien es Menschen, Objekte oder Situationen.

Und schließlich nehmen Ängste im höheren Alter des Hundes zu. Das hat beispielsweise damit zu tun, dass die geistige Flexibilität und die Leistung der Sinnesorgane nachlassen, wodurch manche Situationen schwerer einschätzbar sind.

Erworben

Ängste können im Laufe der Zeit erworben werden, wobei negative, aber auch mangelnde Erfahrungen dahinterstecken können. Ebenso können „Vorbilder“ eine Rolle spielen – reagieren Menschen oder andere Hunde ängstlich auf bestimmte Situationen, dann kann es passieren, dass sich der eigene Hund das abschaut.

Über Lanis Herkunft ist wenig bekannt. Sie kam mit einem halben Jahr aus dem Ausland nach Deutschland und hat vermutlich die ersten Monate wenig kennengelernt.

Der Rüde Hank kommt ebenfalls aus dem Auslandstierschutz, ist jedoch wesentlich gelassener als Lani. Neben den Lebensbedingungen während der Welpen- und Junghundezeit beeinflusst auch die psychische Grundverfassung das Verhalten. Er ist mental sehr stabil und glaubt an sich.

Ängstlicher Hund: Aggressives Verhalten

Beispiele für typische Situationen, in denen sich Hunde ängstlich zeigen können: 

  • Geräusche jeglicher Art (Schüsse, Donner, zugeschlagene Autotür, laute Motorgeräusche, Silvesterraketen etc.)
  • visuelle Reize (flatternde Planen, Statuen, Baustellen, Mülltonnen)
  • (fremde) Menschen, Hunde
  • Untergründe (glatter Boden, offene Treppen)
  • Autofahren und vieles mehr

Es ist sinnvoll, genau hinzuschauen und zu wissen, worauf der einzelne Hund reagiert. In der Regel geht es um einzelne Themen. Eher selten reagieren Hunde pauschal unsicher bis ängstlich.

Ängstlicher Hund | Was kann der Mensch tun?Ängstlicher Hund: Was Tun?

Zunächst ist es wichtig, dass wir Hundeverhalten erkennen und einordnen können. Je mehr wir von der hündischen Kommunikation wissen, desto eher können wir unterstützen, indem wir unter anderem:

  • der Fels in der Brandung sind
  • Nähe anbieten, ohne sie aufzudrängen
  • Sicherheit und Gelassenheit ausstrahlen
all das ist wichtig. Dort, wo keine reelle Gefahr droht, können wir entspannt weitergehen. Kennzeichnend hierfür sind eine ruhige Atmung und ein souveränes Auftreten. Teilweise kann das Weitergehen dem Hund allerdings sehr schwerfallen. Dann hilft es unter Umständen, einen Moment stehenzubleiben und den Hund beobachten zu lassen.  

 
Außerdem ist es sinnvoll, den Hund bei Situationen, die ihn verunsichern, auf die andere Seite zu nehmen, sodass der Halter zwischen der Ablenkung und ihm ist.   

Kontraproduktiv ist es, den Hund übermäßig zu bedauern nach dem Motto „och, du Armer, ach herrje, du hast ja ganz schöne Angst“ oder Ähnliches. Besser ist es, Mut zuzusprechen im Sinne von „komm, das packst du, gemeinsam schaffen wir es“. Wenn der Hund sich dann in eine für ihn unheimliche Situation hineinwagt, dann sollte man ihm zeigen, wie stolz man auf ihn ist. Letztendlich spielt also die Stimmungsübertragung eine ganz entscheidende Rolle.

Darüber hinaus können Beschäftigungsformen, die der Hund gern ausführt, wie beispielsweise das Apportieren oder das Mantrailing, das Selbstbewusstsein stärken.

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Frauke Loup, Hunde-Akademie Perdita Lübbe, Darmstadt, www.hundeakademie.de

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